Wie du die Conversion deiner Verkaufsseiten erhöhst (ohne dass du die Texte ändern musst)

Es gibt zwei Arten von Lesern, die die Texte auf deiner Verkaufsseite lesen:

  1. diejenigen, die fast jeden Satz ganz genau lesen, und
  2. diejenigen, die deine Sätze nur überfliegen und das lesen, was ihre Aufmerksamkeit weckt.

Deine Aufgabe muss also darin bestehen, beide Arten von Lesern auf deiner Seite zu adressieren (denn letztendlich sind beide potenzielle Kunden).

Deswegen möchte ich dir in diesem Artikel einen kleinen Trick verraten, den auch professionelle Werbetexter nutzen. Dieser Trick sorgt dafür, dass deine Texte einfacher zu lesen sind und sie auch an die Menschen verkaufen, die nicht deinen kompletten Text lesen.

Und weißt du was?

Eigentlich gehören wir alle zu dieser Art von Lesern. Wir alle überfliegen Verkaufstexte nur. Die einen mehr, die anderen weniger. Aber wir alle tun es.

Und das ist auch logisch… Wir alle haben viele Verpflichtungen und deswegen wenig Zeit. Warum also sollten wir unnötig lange Zeit in einen Text investieren, wenn wir die wichtigsten Informationen auch in weniger Zeit aufnehmen können?

LESER "DURCH DEN TEXT LEITEN"
Das ist auch der Grund, warum die Formatierung auf deiner Seite nicht unerheblich ist. Wenn du deine Verkaufstexte grafisch entsprechend aufbereitest, gibst du deinen Lesern damit eine Struktur… und eine Orientierung, die dafür sorgt, dass du sie durch deinen Text leitest.

Das passiert, wenn Menschen deine Verkaufsseite überfliegen...

  • Sie fokussieren sich auf das, was ihre Aufmerksamkeit erregt.
  • Sie fokussieren sich auf das, was einfach zu lesen und zu erfassen ist.
  • Sie fokussieren sich auf das, was auf der Seite heraussticht.
  • check
    Sie fokussieren sich nicht auf das, was in einem langem Text versteckt ist.

Der Fokus liegt auf:

  • Fett gedruckten Worten
  • Unterstreichungen
  • Farbigen Worten
  • check
    Schriftgröße
  • check
    Großbuchstaben
  • check
    Kursiv ges​chriebenen Worten
  • check
    1. Aufzählungen
  • check
    Boxen bzw. Umrandungen
  • check
    Hintergrundfarben

Das bedeutet: Du musst die richtigen Worte entsprechend formatieren - aber nicht die falschen.

Woher weißt du nun, welche die richtigen Worte sind?

Eine wichtige Information direkt vorweg: Es gibt nicht die richtigen Worte! Aber es gibt Worte, die - wenn sie grafisch hervorgehoben werden - einen Sinn ergeben. Und genau das ist deine Aufgabe.

Du musst die Worte formatieren, die den Sinn eines Textes erschließen lassen und die zentrale Botschaft transportieren - auch, wenn sie jeweils einzeln überflogen werden (genau darauf achten wir übrigens auch bei den Vorlagen, die wir dir bei Copecart zur Verfügung stellen).

Welche Worte sollten das sein?

In allererster Linie diejenigen, die

  • die Benefits, 
  • die Features,
  • die Besonderheiten,
  • die Ergebnisse und
  • die Einzigartigkeit deines Produktes betonen. 

Und: Weniger ist oft mehr.

Formatiere nicht jedes zweite Wort (das wirkt nämlich unruhig für unser Auge, wie du vielleicht gerade an diesem Beispiel feststellst), sondern wähle sorgfältig aus und ab, welche Worte du grafisch in den Vordergrund stellst. 

Tipp von CopeCart-CEO René Renk

Achte zusätzlich darauf, dass du nicht immer die gleichen Worte betonst. Denn wenn jemand deinen Text nur überfliegt (und das tun die meisten Menschen), würde das bedeuten, dass er oder sie permanent das Gleiche liest.

Wie du deine Texte richtig formatierst

Mache dir bewusst, dass es immer dein Ziel sein muss, die wesentlichen Inhalte - deine zentrale Botschaft - in den Fokus deines Lesers zu rücken. Die Formatierung deines Textes sollte sich also immer genau daran orientieren.

Hier ein Beispiel, das dieses Prinzip meines Erachtens sehr gut verdeutlicht:

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1. Es ist kostenlos.
2. Es ist ein Bestseller.
3. Es eignet sich besonders für Unternehmer.


Merkst du, was gerade passiert?

Du nimmst automatisch drei wesentliche Informationen auf:

Dass das Buch nichts kostet, dass es zigfach verkauft wurde und dass es sich an eine bestimmte Personengruppe richtet.

Und genau das sind auch die Informationen, die für den einzelnen Leser wichtig sind - unabhängig davon, wie viel auf deiner Seite er liest oder nicht. Das sind die Informationen, anhand derer er entscheidet, ob das E-Book für ihn interessant ist oder nicht.

Tipp von CopeCart-CEO René Renk

Besonders gut formatiert ist (meiner Meinung nach) ein Text dann, wenn dein Leser bereits durch das "Überliegen der Formatierungen" ein gutes Verständnis des Textes erreicht. Dafür müssen die hervorgehobenen Worte alleine in ihrer Gesamtheit bereits den Inhalt des Textes wiederspiegeln, und auch für sich selbst einen Sinn ergeben! (hoffentlich fast so wie in diesem Absatz 😉)

Meine 3-Schritte-Anleitung für dich

Ich möchte nun einen kleinen Test mit dir machen, ob du dieses Prinzip verstanden hast (er dauert auch nicht länger als eine Viertelstunde - versprochen!). 

  • 1
    Schritt 1: Kopiere den Text einer deiner Verkaufsseiten in ein Word-Dokument oder ein anderes Textverarbeitungsprogramm und sorge dafür, dass er keine Formatierung enthält.
  • 2
    Schritt 2: Hebe nun die Worte grafisch hervor (kursiv, fett, unterstrichen etc.), die wichtig für deinen Leser sind (z.B. Benefits oder Angebot).
  • 3
    Schritt 3: Lösche den anderen unformatierten Text.

Und, welche Worte sind übrig geblieben? Erschließt sich anhand dieser Worte die zentrale Botschaft deines Textes für deinen Leser?

Falls nicht, kein Problem… Wiederhole dann einfach noch einmal Schritt 2 und 3.

Du kannst übrigens auch ganze Sätze hervorheben. Oft ist das sogar besser, weil dies für das menschliche Auge angenehmer zu lesen ist. 

Schau auch einfach einmal, wie wir das hier in diesem Blogartikel gemacht haben. Achte auf die Aufzählungen, die kursive Schrift, die gefetteten Worte...

Also, was hältst du von diesem Konzept?

Ich würde mich über einen Kommentar von dir oder eine Schilderung deiner eigenen Erfahrungen mit den Formatierungen deiner Verkaufsseiten freuen! 😀

  • Noch viel ENTSCHEIDENDER wie das hervorheben und formatieren sind schließlich DIE STARKEN HEADLINES! Um definitiv für einen Blickfang zu garantieren müssen die Überschriften ‚anstecken‘!

    Natürlich ist es auch sinnvoll mehrere kleinere Absätze (MIT MEHREREN kleineren ÜBERSCHRIFTEN) im Text zu integrieren um nicht langweilig zu wirken.

    Dazu spielt natürlich auch immer die Länge des Beitrages bzw. der Publikation eine entscheidende Rolle. Meiner Meinung nach ist und bleibt es das aller wichtigste, dass man den Menschen nicht nur zu 100% das Produkt zu VERKAUFEN VERSUCHT, sondern mehr SICH SELBST ALS “MARKE“ VERMARKTET! Dies, indem man einfach sich selbst bleibt und nichts künstlich verschnörkelt!

    DAS VERTRAUEN welches Dir die Leser SCHENKEN bringt im EMPFEHLUNGSMARKETING den NACHHALTIGEN ERFOLG!

    Trotzdem wieder ein sehr interessanter Beitrag von CopeCart!

    Danke dafür.

    PS: Wie wäre es mit einem Beitrag über Headlines die konvertieren? 😉

  • Lieber René, schön beschrieben! Meiner Meinung nach ist es jedoch für die „Harmonie des Textes“ bzw. für die harmonische Lesbarkeit, d.h. die Gesamtoptik ebenfalls wichtig, sich auf einzelne Hervorhebungen zu konzentrieren (z.B. fett gedruckte Worte und ggf. Einrahmungen etc.) und nicht die gesamte Palette in einem Text anzuwenden! Ich sehe oft Texte, bei denen die Verfasser versuchen, alles gleichzeitig anzuwenden und möglichst viel hervorzuheben … fett, kursiv, farbig, Versalien und unterstrichen in einem Satz oder Absatz. Dazu dann auch noch 5 verschiedene Schriftgrößen, 3 Schriftstile, verschiedene Farben und das Chaos ist perfekt … so wirkt jedoch überhaupt nichts mehr. Das scheine sehr viele bisher nicht zu berücksichten. Doch es führt auch nicht zu einer höheren Coversion.

    • Hi Thomas, vielen Dank für dein konstruktives Feedback! In der Tag kommt es auch vor, dass der Autor eines Verkaufstextes etwas übermotiviert mit der Formatierung umgeht… Man kann es auch übertreiben 😉

  • Schöne Zusammenfassung für einen CRO Ansatz. Danke dafür. Interessant ist es dann natürlich (wie immer), wenn man das ganze mal gegeneinander testet. Sprich, Fließtext vs. Hervorhebungen/Listen usw. Generell habe ich aber ähnliche Erfahrungen gemacht.

    • Ein A/B Test zahlt sich bekanntlich immer aus! Dennoch traue ich mich zu wetten, dass ein Fließtext mit langen Absätzen deutlich schlechter konvertiert als ein gut formatierter und „scanbarer“ Text… 😉

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